28.04.2010 | Set-Ups

Trade No. 23 - JP Morgan (USA)

Spät aber doch möchte ich Ihnen einen der zahlreichen Mustertrades vom Münchner Tradingseminar von Mitte April präsentieren. In dieser Veranstaltung wurde im Livetrading echtes Geld eingesetzt, und erneut konnte ich nach anfänglichen Verlusten das Ruder herum reißen.

Ähnlich wie beim Swingtrading Seminar im Wien im Jänner begann auch in München das Trading an den Tagen 1 und 2 mit zwei Fehltrades. Im Bild rechts sehen Sie übrigens die Themen des vorab durchgeführen Brainstormings.

Am Tag 1 ging ich drei long Trades in den USA ein, und da die Märkte stark stiegen, schlossen zwei der drei Positionen zunächst im Plus. Am Tag 2 schwächelte der Markt und so wurden automatisch zwei Gegenpositionen (short) in Europa eingegangen. Am Tag 3 folgte ein regelrechter Markteinbruch, und daraufhin wurden 7 Positionen in Europa und den USA fast zeitgleich short eröffnet (und keine einzige long).

Ergänzend muss gesagt werden, dass in diesem Seminar meine Richtlinien hinsichtlich des Einzelpositionsrisikos ausgesetzt wurden. Diese Regeln besagen, dass nur drei Trades parallel in eine Handelsrichtung laufen dürfen, solange sich diese Werte noch im Risiko befinden.

Da ich den Teilnehmern aber mehr Trades zeigen wollten, wurde diese Grenze wie gesagt außer Kraft gesetzt. Um aber nicht Kopf und Kragen zu riskieren, wurde zeitgleich das Einzelrisiko von mir halbiert, und damit war mein Risikomanagement wieder stimmig. Aufgrund des drastischen Kursrückganges endete das Seminar letztlich mit einem kumulierten Profit von 6,59 R und im Anschluss möchte ich Ihnen einen der zahlreichen Trades präsentieren.

JP Morgan aus den USA wurde von mir vorbörslich als short Trade klassifiziert. Hier wird ersichtlich, dass ich mich in dem Fall brutal gegen den Trend gestellt hatte. Aber ich denke, dass man beim Trading nur dann Geld verdienen kann, wenn man nicht das macht, was alle tun.

Die Aussage eines Seminarteilnehmers zu diesem Trade ist mir auch noch gut in Erinnerung: „Warum handeln Sie diese Aktie short, die Firma hat doch vor kurzem gute Zahlen veröffentlicht?“ „Na und?” war meine Antwort. „Wenn ich ein Signal bekomme, handle ich es auch, egal was die Fundamentaldaten über ein Unternehmen sagen.”

Der Einstieg short erfolgte mittels meiner bevorzugten Ordertechnik (abgesichertes Einstoppen) etwas unter dem Tief des Vortages (Kurs: 47,11). Stopp 1 wurde über dem aktuellen Tageshoch platziert (Kurs: 47,77). Das Initialrisiko lag somit bei angenehmen 1,40%. Am nächsten Tag wurde der Stopp auf das Hoch der aktuellen Kerze nachgezogen, und am Tag 3 wurde ich schließlich mit einem kleinen Gap gegen mich ausgestoppt (Kurs: 45,82). Der Trade brachte schließlich einen Profit von 1,95 R.

JP Morgan (USA) – Ticker: JPM

Resümee

Lassen Sie sich nie von guten oder schlechten Nachrichten auf das Glatteis führen. Wir sind Trader und keine Investoren. Wir müssen nicht wissen, wie es fundamental um ein Unternehmen bestellt ist, weil Ihnen diese Infos im Trading kurzfristig ohnehin nicht weiterhelfen. Wir brauchen ein duplizierbares Chartbild und ein eindeutiges Signal. Der Rest wird von Wahrscheinlichkeiten und von der Statistik bestimmt.

Im Anschluss finden Sie noch einige Impressionen dieses Swingtrading Intensivworkshops vom 14. – 16. April in München. Ein Danke auch nochmals an dieser Stelle an alle Teilnehmer – Ihr seid super gewesen!



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