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10.07.2009 | Set-Ups
Trade No. 19 - Aegon
Ich werde immer wieder von Lesern der trading redaktion gebeten, öfters Mustertrades vorzustellen. Dieser Bitte möchte ich hiermit nachkommen, und wieder einmal einen aktuellen Trade präsentieren.
Haben Sie mein Buch Das Trader Coaching gelesen, oder eines meiner Seminare besucht, dann wissen Sie, dass ich mich hauptsächlich einem einzigen Regelwerk verschrieben habe: dem sogenannten Swingtrading. Aus mentaler Sicht liegt mir diese Vorgehensweise einfach am besten, und das ist auch der Grund, warum ich meiner Meinung nach erfolgreich trade.
Aber nun zum Mustertrade:
Beim Chartscreening fällt mir die Aktie von Aegon (Holland) auf.

Der Wert ist die letzten Tage gestiegen und setzt nun zu einer Korrektur an. Vielleicht bemerken Sie, dass dieser Chart nicht unbedingt ein klassiches Umkehrmuster bildet. Trotzdem kann man den nachfolgenden Swing schön handeln. Das Signal, auf das ich nun warte, ist jener Punkt, an dem die Aktie das Tief des Vortages nach unten durchbricht. Zu diesem Zeitpunkt liege ich bereits lange mit einer Stopp Order “auf der Lauer” und die Position wird im Laufe des Tages eröffnet. Der Einstieg erfolgt beim senkrechten Pfeil short. Stopp 1 wird über dem aktuellen Tageshoch platziert.

Die nächsten Tage ist nicht viel zu tun, außer täglich die Stopps nachzuziehen. Hier entscheide ich mich diesmal für die Variante, den Stopp immer erst dann zu versetzen, wenn die komplette, nächste Kerze ausgebildet ist. (= kurz vor Ende des aktuellen Handelstages).

Um den Chart besser erkenne zu können, folgt die gleiche Situation in einer etwas größerer Darstellung.

Auf diese Weise bin ich für einige Tage short positioniert und kann schöne Profite anhäufen, bis ich schlussendlich am Tag 6 beim Vortageshoch (=Stopp 5) ausgestoppt werde.
Der Profit beträgt + 3,48 R!
Resümee
Manchmal wird die Frage an mich gerichtet, ob ich nicht doch den einen oder anderen Indikator verwende, um eine bevorstehende Marktumkehr frühzeitig zu erkennen. “Nein” lautet hier immer wieder meine Antwort. Ich denke nicht, dass ich mehr Hilfsmittel benötige, als den Chart selbst. Natürlich liege ich auch oft falsch, aber dafür hat man als Trader ja seinen Stopp – Loss.
Noch einmal in aller Deutlichkeit: Entscheidend ist nicht der Entry – worauf es ankommt ist ein passendes Risiko- und Trademanagement.
Hinweis
Die in der Rubrik >Set Ups< beschriebenen Trades dienen weder dazu, ein öffentliches Trading Konto zu führen noch meine Performance darzustellen. Viel mehr geht es mir darum zu zeigen, wie mein Handelsansatz funktioniert und welche Gedanken ich mir bei den einzelnen Trades mache. Letztlich soll auch ein Einblick in mein Trade- und Risikomanagement gegeben werden. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass die beschriebenen Methoden und Techniken keineswegs als Handelsvorlage dienen sollen. Bitte entwickeln Sie Ihr eigenes Handelssystem.
Möchten Sie die trading redaktion kontaktieren? Senden Sie mir bitte ein Email
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