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11.05.2011 | Psychologie
Ein Trade beginnt vor dem Trade!
Jose Mourinho, der Trainer des Fußballklubs Real Madrid, hat vor kurzem gesagt: „Das Spiel beginnt schon bei der Pressekonferenz.“ Im Trading ist es ähnlich. Der perfekte Einstieg in einen Trade liegt meiner Ansicht nicht darin, das Timing zu optimieren und die Frage „wann kaufe ich“ zu stellen, sonder darin, sich einleitende einige Gedanken über seine eigenen Stärken und Schwächen zu machen und das Regelwerk dahingehend auszugestalten.
Sich selbst kennenzulernen ist also meiner Meinung nach wichtiger wie der richtige Einstieg, denn dabei handelt es sich um einen unter Anfängern weit verbreiteten Mythos. Ein Mythos, der jedoch von einer ganzen Branche mit allen Mitteln hochgehalten wird. Wenn ich mit anderen Tradern spreche bemerke ich stets Verwunderung, wenn ich sage, dass ich keine Ahnung hätte, wohin der Markt laufen wird. Die denken vielmehr, ein Trader ist ein Wahrsager, der mehr über die Zukunft weiß, wie Andere. Um erfolgreich zu traden, muss ich aber nicht wissen, was als nächstes geschieht, ich muss bloß auf alles vorbereitet sein, was geschehen könnte.
Das ist auch der Grund, warum ich mich immer zu höheren oder tieferen Kursen einstoppen lasse. Ich möchte die Entscheidung long oder short nicht selbst treffen, weil ich sie niemals richtig treffen kann. Ich lasse es vielmehr den Markt entscheiden, wohin die Reise geht. Betrachtet man es durch die Lupe, kaufe ich somit auf Intraday sicht nicht billig sondern teuer, weil ich Notierungen wie aktuelles Hoch/Tief oder Vortageshoch/-tief für dieses Einstoppen verwende. Manche Börsenweisheiten sollte man lieber ganz genau betrachten, bevor man sich danach ungeprüft richtet.
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