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04.01.2010 | Dies&Das
Computer & Trading
Vielleicht kommt ihnen die Situation bekannt vor: Sie sind am Traden, aber ihre Charts laufen nicht flüssig über den Bildschirm. Oder die Ordereingabe macht Probleme und Ihre Tradingplattform “hängt sich auf”. Noch schlimmer: Sie plazieren eine Marketorder, und noch bevor sie ihren Stopp setzen können stürzt der PC ab.
Sie schimpfen nun auf ihre Software oder ihren Broker. Sie sollten sich jedoch lieber Ihr “Arbeitsgerät” anschauen, nämlich den PC, denn die beste Software nützt wenig, wenn es dem PC an Leistung fehlt. Dazu finden Sie im folgenden Beitrag einige Tipps.
Von Andreas Jobst
Internet
Eine schnelle Datenleitung ist natürlich Grundvoraussetzung zum Traden,besser über LAN als WLAN (wegen der Geschwindigkeit). Für den Fall, dass Sie gerade “Market” sind und keinen Stopp setzten können weil z.B. vor dem Haus gerade ein Bagger die Internetleitung gekappt hat, sollten Sie vorbereitet sein.
Besorgen Sie sich zusätzlich einen USB-Surf Stick, den Sie im Notfall für den Internetzugang benutzen. Manche Anbieter haben Tarife im Programm, wo Sie nur für die Benutzung bezahlen, ohne monatkiche Kosten.
Prozessor
Ein schneller Prozessor ist sehr wichtig, noch wichtiger ist soviel Arbeitsspeicher wie möglich,hier lohnt es sich sehr zu investieren. Allerdings nützt viel Arbeitsspeicher (über 3GB RAM) nichts, wenn Sie ein 32-Bit Betriebssystem verwenden. In diesem Fall hier müssen Sie auf ein 64-Bit System wechseln.
Virenschutz
Virenschutz ist sehr wichtig, jedoch verlangsamen die meisten guten Virenscanner das ganze System. Besser ist es daher, Sie schalten diesen während des Tradings ab.
Als Alternative machen Sie folgendes: Um trotzdem sicher auch ohne Virenscanner zu sein, installieren Sie die beiden folgenden Programme: “Ad-Aware” und “Spybot Search and Destroy”.
Sie finden sie leicht unter Google,beide Anwendungen sind als Free-Versionen kosetenlos nutzbar. Installieren Sie beide Programme auf ihrem PC und lassen beide zusammen im Hintergrund laufen. Im Gegensatz zu Virenscanner benötigen die Programme sehr wenig System-Ressourcen.
Computernutzung
Der PC/Notebook, mit dem Sie Traden, sollte auch nur für diesen Zweck benutzt werden. Es gilt daher: nur was unbedingt dazu nötig ist, wird auf die Festplatte installiert um das System nicht zu verlangsamen. Wenn das bei Ihnen nicht möglich ist, sollten Sie Ihr Betriebssystem mit den Komponenten komplett neu aufspielen, die Sie wirklich benötigen.
Natürlich ist ein PC der nur für das Trading zur Verfügung steht ein Kostenfaktor da sie sicher auch andere Arbeiten damit erledigen wollen. Machen Sie folgendes:
Für PC-User (Windows):
Laden Sie sich ein weiteres Betriebssystem runter,Linux “Ubuntu”,z.B. unter www.ubuntuusers.de. Ubuntu ist eine sehr anwenderfreundliche Linux-Version und läuft unproblematisch und ist kostenlos. Installieren Sie Ubuntu unter Windows als Zweitbetriebssystem auf Ihrem Rechner. Nun können Sie Windows nur zum
Trading benutzen, für Internetsurfen und andere Aufgaben nehmen Sie Linux Ubuntu.
Für Mac-User (Apple):
Auf jedem Apple-Systen (MACOSX) ist das Programm “Boot Camp” vorhanden,mit diesem installieren Sie Windows als Zweitsystem. Nun können Sie unter Windows Traden, für andere Aufgaben starten sie einfach das Apple-Betriebssystem,so bleibt auch hier das Tradingsystem “Clean”. Sie können sich noch ein Programm wie “Paralell Desktops” installieren und so ohne Neustart das Apple-Betriebssystem
wie auch Windowsprogramme simultan ausführen.
Betriebssystem
Stellen Sie ihr Betriebssystem auf maximale Leistung ein: Windows:Start/Systemsteuerung/System/Erweitert/Systemleistung/Einstellungen.
Zusätzlich können Sie in das Menü Ihrer Grafikkarte um dort die bestmöglichste Leistung einzustellen.
Andreas Jobst
http://nextturtle.blogspot.com
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